![]() |
Kasseler Austausch zu Entwicklungsprojekten |
|---|
|
Kontakt:
|
Staudämme Landwirtschaft
Staudämme
Ein endlos erscheinendes grünes Meer aus Bananenstauden eröffnete sich vor mir, als ich auf dem Weg von Cahuita in der Karibik von Costa Rica nach Panama fuhr. Der Wind bewegte die großen Blätter wie Wellen hin und her. Zwei, drei Stunden fuhr ich an riesigen Bananenplantagen vorbei.Ich hatte mir vorher nie Gedanken darüber gemacht, wie Bananen überhaupt angebaut werden. Zwischen dem Dach aus grünen Blättern, das nur durch ein paar blaue Farbtupfer von den Plastiksäcken unterbrochen wurde, tauchten hier und dort einige Häuschen am Rand der Plantagen auf. Es waren einfache, heruntergekommene „Behausungen“ von armen Plantagenarbeitern. Vor manchen Häusern standen dann plötzlich Schilder, die mich stutzig machten. „Vorsicht vor den Sprühflugzeugen – Giftig“, wurde auf ihnen gewarnt. Die Schilder waren eigentlich keine Warnung für die dort lebenden Menschen. Es ist den Plantagenbesitzern scheinbar vorgeschrieben, diese Warnschilder aufzustellen. Ihr Nutzen ist jedoch fraglich, weil direkt neben den Bananenfeldern die Wohnhäuser der Arbeiter stehen,die somit dem aus Flugzeugen versprühten Gift direkt ausgesetzt sind. Diese konventionelle Anbaumethode von Bananen hinterließ bei mir einen ersten negativen Eindruck.
Weltweit leben zwei Milliarden Menschen ohne Strom. Durch das enorme Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern steigt der Energiebedarf weiter an. Dadurch sind viele im Süßwasser lebende Tierarten bedroht. Besonders der Fischbestand, ein wichtiges Nahrungsmittel in vielen Gebieten der Erde, nimmt ab. Eine große Anzahl an Feuchtgebieten wurde bereits zerstört und die Kapazität aquatischer Ökosysteme gesenkt. Am Mekong befinden sich derzeit cirka 90 Staudämme in Planung oder bereits in der Bauphase. Die Auswirkungen auf das Ökosystem und die Menschen werden nur unzureichend betrachtet. Erhoffte wirtschaftliche Vorteile verwandeln sich häufig,durch mangelhafte Berechnungen und Vorprüfungen, zu Nachteilen. In Südostasien regen vor allem die Länder China und Thailand ihre wirtschaftlich schwächeren Nachbarn an, große Staudammprojekte zu verwirklichen. Beide Staaten versuchen dadurch ihren wachsenden Energiebedarf zu decken. Während China auch das eigene Wasserpotential ausnutzt, vernachlässigt Thailand diese Möglichkeit. Der Grund ist die starke Lobby, die sich seit den neunziger Jahren gegen derartige Projekte im eigenen Land aufgebaut hat. Zusätzlich gibt es in Ländern wie Burma geringere Umwelt- oder Sozialstandards, welche in der Regel hohe Kosten verursachen und die Umsetzung von Großprojekten durch eine längere Planungsphase erschweren. Dass im Falle von Burma aber nicht nur geringere Kosten durch fehlende Standards zu erwarten sind, sondern damit eine Regierung gestärkt wird, die für die Umsetzung ihrer Ziele über Leichen geht, wurde bei den bisherigen Verhandlungen und Planungen nicht beachtet. Die Zustände in Burma und einige der gegenwärtigen Staudammplanungen am Salween, sowie deren Auswirkungen auf die Menschen und das Ökosystem werden in der Arbeit dargestellt und erörtert. Landwirtschaft
Die Rückkehr zur „musa paradisica“? Alternativen zum konventionellen Anbau von Bananen in Costa Rica
Für die Inhalte der Arbeiten sind die Autoren verantwortlich.
Bei bleibender Energienutzung werden die CO2 Emissionen bis 2050 um über zwei Drittel ansteigen. Wie wir wissen, hat das schwerwiegende Folgen für das Weltklima. Europaweit verursacht allein der Verkehr rund ein Viertel dieser Emissionen. Neben der Nutzung von Wind- und Sonnenenergie, erlebte in den letzten Jahren die Nutzung von Biomasse, unter anderem zur Verarbeitung von Agrartreibstoffen, einen enormen Anstieg. Dieser Boom wird von den Klimaschutzzielen der Länder vorangetrieben.
![]() |